Viele Fotocommunities ermöglichen es, die eigenen Fotos ins Netz zu stellen. Auf das Erscheinungsbild der Community hat man selbst aber nur in den seltensten Fällen einen Einfluss. Eine sehr gute Alternative zu Fotocommunities kann ein eigener Fotoblog sein. Im Gegensatz zu Fotocommunities musst Du zwar selbst eine Leser- bzw. Besucherschaft aufbauen, dafür hast Du aber komplett freie Hand, was die Präsentation Deiner Fotos betrifft. Außerdem hinterlässt Du bei potenziellen Kunden mit Deinem eigenen Fotoblog einen wesentlich besseren Eindruck, als mit einem Verweis auf eine bestimmte Fotocommunitie, auf der sie Deine Fotos betrachten können. Zugegeben, im Vergleich zu Communities benötigst Du für einen eigenen Fotoblog etwas mehr Zeit, die Vorteile eines solchen überragen aber meiner Meinung nach. Und einen Fotoblog zu betreiben ist im Prinzip auch nicht schwer. Erst recht nicht mit der Fotoblogsoftware Pixelpost und dieser ausführlichen Anleitung.
Ein mit Pixelpost erstellter Fotoblog

Die Voraussetzungen
• Eigene Domain
• Eigenen Server mit Unterstützung von MYSQL- Datenbank und PHP- Version 4.3.0 oder höher
Ich selbst habe meinen Fotoblog (wie auch diesen Blog) bei Hosteurope.De gehostet und kann diesen Anbieter nur weiterempfehlen. Bei Fragen oder Problemen habe ich dort bis jetzt immer sehr schnell kompetente Hilfe erhalten. Ganz klar kostet einen ein solches Webhosting und eine entsprechende Domain ein wenig Geld, dafür hat man dann aber auch einen professionellen Fotoblog.
Upload und Installation der Blogsoftware
1. Datenbank anlegen
Lege über den Backendbereich Deines Webserver- Providers eine neue Datenbank für Deinen Fotoblog an und weise dieser ein Passwort zu.
2. Download der Blogsoftware
Hole Dir die neueste Pixelpost- Version von www.pixelpost.org als gepackte ZIP- Datei und speicher diese auf Deinem PC ab. Entpacke die heruntergeladene Datei mit einem Programm wie WinZip an einem beliebigen Speicherort, den Du später jedoch wieder leicht findest.
3. Upload auf den Server
Um die Dateien auf den Webserver Deines Providers zu übertragen bzw. zu kopieren, benötigst Du ein FTP- Programm. Ich verwende dafür das kostenfreie OpenSource- Programm Filezilla. Filezilla musst Du anschließend mit den vom Provider gelieferten FTP- Zugangsdaten (FTP- Hostadresse, Benutzer und Passwort) einrichten. Stelle anschließend die Verbindung zum FTP- Server her, erstelle ein leeres Verzeichnis namens “fotoblog” und übertrage alle Dateien aus dem lokalen Pixelpost- Verzeichnis in das Verzeichnis “fotoblog“. Achte jedoch darauf, dass Du nicht das Pixelpost- Verzeichnis selbst, sondern lediglich dessen Inhalt in das Verzeichnis “fotoblog” überträgst.
4. Verzeichnisse erstellen und Berechtigung vergeben
Erstelle nun noch ein neues Verzeichnis namens “images” und “thumbnails” im Hauptverzeichnis (/www/mein-fotoblog) und ändere deren Zugriffsrechte jeweils über rechtsklick auf das Verzeichnis» Dateiberechtigungen» Nummerischer Wert: 777.
5. Domainzuordnung editieren
Nun kannst Du das Verzeichnis, in dem Dein Fotoblog liegt, der Domain zuordnen, unter der Dein Fotoblog später erreichbar sein soll.
6. Installation starten
Rufe jetzt mit Deinem Webbrowser die Seite “http://www.meine-blogadresse.de/admin/install.php” auf (wobei Du natürlich www.meine-blogadresse.de durch Deine eigene Domain ersetzt) und folge der Installationsanleitung.
Die Konfiguration des Fotoblogs
1. Die allgemeinen Einstellungen
Im Administrationsbereichs Deines Blogs kannst Du über den Menüpunkt “Optionen” alle grundlegende Einstellungen für Deinen Fotoblog vornehmen und beispielsweise auch das zu verwendende Design wechseln.
2. Das Design
Um dem Einheitslook der vorinstallierten Standarddesigns von Pixelpost zu entkommen, empfehle ich Dir, einen Blick in die Design- Sammlung der Pixelpost- Webseite zu werfen. In dieser Design- Sammlung findest Du eine riesige Auswahl verschiedenster Designs, die Du mit einem Text- Editor wie zum Beispiel dem Notepad++ ganz nach Deinen Vorstellungen anpassen und natürlich ins Deutsche übersetzen kannst.
3. Den Funktionsumfang erweitern
Den Funktionsumfang Deines Fotoblogs kannst Du mit den verschiedenen Addons von der Pixelpost- Webseite erweitern. Um ein Addon zu installieren, musst Du es lediglich auf der zuvor genannten Seite herunterladen, entpacken und mit dem FTP- Programm in das Verzeichnis “www./mein-fotoblog/addons” hochladen. Über den Menüpunkt “Erweiterungen” im Administrationsbereichs Deines Blogs kannst Du dann das Plugin sowohl aktivieren, als auch deaktivieren.
4. Upload des ersten Fotos
Das Hochladen eines Fotos auf den Fotoblog funktioniert denkbar einfach. Im Administrationsbereich Deines Blogs (http://www.meine-blogadresse.de/admin) kommst Du mit einem Klick auf “Neues Bild” zur Upload- Seite. Über diese Seite kannst Du auf Deinem Rechner das Foto, welches Du hochladen möchtest, auswählen, diesem einen Titel sowie eine Beschreibung und Tags hinzufügen. Zudem kannst Du bestimmen, in welcher zuvor angelegten Kategorie das Foto erscheinen und wann es veröffentlicht werden soll. Mit einem Klick auf “Hochladen” wird das Foto auf den Server übertragen und erscheint dann auf Deinem Fotoblog.
Tipp: Den Wiedererkennungswert mit einem Favicon steigern
Ein Favicon begegnet den Internetnutzern auf jeder Webseite wieder. Bei manchen Webseiten erscheint als Favicon das eigene Logo oder eine Grafik, bei anderen lediglich ein weißes Papier. Ich empfehle Dir, auf jeden Fall ein persönliches Favicon für Deinen Fotoblog zu erstellen! Du solltest jede noch so kleine Chance nutzen, um dem Wiedererkennungswert Deines Fotoblogs zu steigern. Denn nur so prägt sich Dein Fotoblog bei den Besuchern ein.
Erstelle in einem Bildbearbeitungsprogramm Deiner Wahl eine quadratische Datei (z.B. 100 x 100px). Füge anschließend in dieses Dokument Dein Logo oder die Grafik ein, die Du als Favicon verwenden möchtest. Ändere dann die Größe der Datei auf 35 x 35px und speicher diese im ico- Format unter dem Namen “favicon.ico” ab.
Zum Schluss musst Du das Favicon nur noch in das Hauptverzeichnis Deines Fotoblogs übertragen. Rufe dann mit Deinem Webbrowser das Verzeichnis auf, in dem das Favicon liegt (http://www.mein-fotoblog.de/favicon.ico). Wenn Du alles richtig gemacht hast, erscheint dann Dein Favicon in der Adresszeile des Browsers. Falls das Favicon nicht gleich auf Anhieb erscheint, lösche den Cache Deines Browser (F5).
Fazit
Das Fotoblogsystem Pixelpost ermöglicht mit geringem Zeitaufwand das Erstellen eines tollen Fotoblogs. Pixelpost ist leicht zu bedienen und sehr übersichtlich. Aus diesem Grund dürfte die Installation und Pflege des eigenen Fotoblogs auch für unerfahrene Webanwender nach einer kurzen Einarbeitungszeit keine große Herausforderung darstellen.
Julia Stern


Gute Anleitung, sichere ich mir mal als Bookmark. :)
Aber auch mit WordPress kann man gute Fotoseiten erstellen, beziehungsweise kann man WordPress als Fotoblog umbauen. ;)
Hallo Nastorseriessix,
da hast Du natürlich recht. Auch mit WordPress ist es möglich, einen Fotoblog zu erstellen. Allerdings ist WordPress dafür nicht so gut, wie eine spezielle Fotoblogsoftware (z.B. Pixelpost) geeignet.
Liebe Grüße
Julia
Wusste gar nicht, dass es für Fotoblogs auch spezielle Blogsysteme gibt. Hatte mir eigentlich überlegt, für meine ganzen Gardinenbilder einen extra Fotoblog mit WordPress zu machen, aber jetzt werde ich mich doch mal mit diesem Pixelpost beschäftigen :).
Habe Pixelpost schon das eine oder andere mal “im Einsatz” gesehen. Kann ich nur empfehlen… :-)
Hmm irgendwie ist mein Trackback da oben ganz seltsam angekommen. Also einfach mal von Hand: Hab diesen Artikel verlinkt in diesem Post http://martins-blog.eu/?p=533.
Denn Trackback da oben kannst du glaub ich löschen da er eh nur verwirrt ;-).
Mfg
Martin
Ich habe Pixelpost und WordPress im Einsatz. Wobei meine Seite noch lange nicht fertig ist. Finde Pixelpost sehr gut und in Verbindung mit WordPress eine sehr gute Sache.
Schöner Artikel!
Ich hab sowohl Pixelpost als auch WordPress probiert.
Bin der Meinung beides hat seine Vorteile.
Was mir auf jeden Fall aufgefallen ist: Für Pixelpost gibt es um einiges mehr an schlichten Themes –
was Pixelpost für den Einsatz als reinen Fotoblog prädestinierten.
@Michi: Wie meinst du das mit schlichten Themes? Hat ein schlichtes Theme gegenüber einem anderen für einen Fotoblog Vorteile?
Hi,
welches Theme ist das auf dem Bild oben mit der Katze? Finde das nicht in der Datenbank.
Super Artikel übrigengs, bin momentan dabei damit meine eigene HP zu erstellen :-)
Viele Grüße
Andreas
Hallo Andreas, da ich das Theme mittlerweile nicht mehr im Einsatz habe, kann ich leider nicht mehr nachschauen, wie das Theme heißt.
Liebe Grüße
Julia
Hallo Julia, habe es inziwschen wieder gefunden das Theme heißt Switchy.
Viele Grüße
Andreas
Ich habe es mal ausprobiert, für ein eigenen Fotoblog/Fotobuch-Projekt, komme aber noch nicht 100% damit klar. Einige Anpassungen muß ich wohl auch selbst noch vornehmen, damit´s 100% paßt.
Hallo!
Kann ich ein Flattr-Button-System in Pixelpost integrieren?
Hallo Sambesi,
ein Flattr-Addon für Pixelpost ist mir bisher noch nicht bekannt. Du könntst aber einmal versuchen, den entsprechenden HTML-Code (den Du von Flattr erhältst) unter Dein Bild einzubinden.
Viele Grüße
Julia
Doch, ein flattr-Addon gibts mittlerweile: http://www.pixelpost.org/extend/addons/flattrpost/
Läuft in meinem photoblog bisher zuverlässig.