Gestern war es nun so weit. Meine geliebte Hündin Senta hat meine Familie und mich verlassen. Nachdem sie seit Donnerstag kaum mehr laufen konnte und nichts mehr fraß, sondern nur noch erbrach und schlief, waren wir mit ihr am Freitag in die Tierklinik gegangen. Dort wurde ihr Blut abgenommen, Fieber gemessen, ein paar Medikamente gespritzt und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Sie hatte Fieber und das Ultraschallbild wies auffällige Stellen im Bauchraum auf. Jedoch konnten die Ärzte nicht genau sagen, ob diese einfach nur mit Wasser gefüllt waren, oder ein Tumor dahinter steckte. Zur Kontrolle, wie es Senta geht, sollten wir am Montag, also eigentlich heute nochmals kommen. Falls sie weiterhin nichts fressen und immer noch erbrechen würde, sollten wir aber auch am Wochenende wieder kommen. Und das taten wir dann auch, als sie am Samstag immer noch nichts fraß, häufig einen Würgereiz bekam und sie nur noch so da lag und kaum mehr auf die Beine kam.
Am Samstag wurde dann nochmals Blut abgenommen und untersucht. Außerdem wurde sie noch geröntgt. Auch das Röntgenbild zeigte diese auffälligen Stellen. Anschließend hatten die Ärzte beschlossen, den Bauchraum am Sonntag zu öffnen, um zu schauen, was diese auffällige Stelle in Ultraschall- und Röntgenbild war. Deshalb bekam Senta dann am Samstagmittag mehrere Infusionen und musste in der Klinik bleiben. Abends hatten wir sie dann nochmals besucht. Ich wusste, dass ich sie wahrscheinlich das aller letzte Mal lebendig umarmen könnte, denn die Chancen um sie standen schlecht. Sie war bereits blind, ihre Nieren arbeiteten nur noch bis zu zwanzig oder dreißig Prozent und außerdem litt sie an einer Schilddrüsenunterfunktion und hatte starke Arthrose in der Lendenwirbelsäule und den Beinen. Kurz gesagt: Schon von jung an litt Senta an mehreren Krankheiten. Doch als wir sie am Samstagabend nochmals besucht hatten, hatte sie eine riesige Freude. Senta war so aufgedreht, als sie uns hörte und hätte am liebsten die Heizung, an die sie mit der Leine wegen der Infusion gebunden war, mitgerissen. Sie war ganz die Alte- wie früher. Ich glaube, sie hatte dort nochmals alle ihre Kräfte gesammelt, um sich von uns richtig verabschieden zu können.
Sonntagmorgen um 11:00 Uhr erhielten wir dann den Anruf aus der Tierklinik. Wie vermutet mit keiner positiven Nachricht. Sie hatten zu diesem Zeitpunkt bereits meinen geliebten Schatz eingeschläfert. Anschließend mussten sie nur noch ihren Bauch wieder zu nähen. Die Tierärztin sagte, sie habe einen Tumor an der Bauchspeicheldrüse. Es bestände keine Chance für sie. Und wir könnten in circa einer halben Stunde kommen. Eine halbe Stunde später waren wir also in der Tierklinik und nahmen meine liebe Maus mit. Für mich wäre es nie im Leben in Frage gekommen, sie in der Tierklinik zu lassen, wodurch sie dann von einer Tierkörperbeseitigungsanstalt geholt worden wäre. Da wir bei uns zu Hause kein Plätzchen für meinen geliebten Schatz haben, um sie beerdigen zu können, habe ich meine Großeltern in Ulm gefragt, ob wir sie in ihrem Gärtchen (wo bereits deren beiden Hunde beerdigt waren) ebenfalls beerdigen können. Zum Glück war dies also kein Problem. Nachdem wir dann Senta von der Klinik geholt hatten, fuhren wir direkt los zu meinen Großeltern nach Ulm (100 km von uns aus).
Im Gärtchen meiner Großeltern beerdigten dann heute Morgen mein Großvater und mein Onkel Senta. Ich selbst konnte dabei leider nicht dabei sein, da ich heute zwei wichtige Termine hatte, die ich nicht verschieben konnte. Vielleicht war es aber auch besser so für mich.
Die erste Nacht und der erste Tag ohne sie war total komisch. Ich habe mich schon sehr lange auf diesen Tag, an dem wir sie einschläfern lassen müssten vorbereitet, doch der Schmerz sitzt wirklich tief. Ich kann es weder begreifen, noch ertragen, nun ohne sie sein zu müssen. In sechs gemeinsamen Jahren war so viel geschehen, sie war immer für mich da. Und auch wenn ich weiß, dass es ihr so nun wirklich besser geht, tut es so weh im Herzen. Sechs gemeinsame Jahre sind eine lange Zeit, für einen Hund aber kein Alter. Für meinen Schatz mit ihren vielen Krankheiten jedoch auf jeden Fall. Senta war der aller liebste Hund, den man sich überhaupt vorstellen kann. Sie verstand sich einfach mit allen, egal ob mit Mensch oder Tier. Sie knurrte oder geschweige denn biss nie. Senta wird immer ein Teil von mir bleiben und ich werde sie nie in meinem Leben vergessen. Sie war einfach die Beste.
Julia Stern

Tut mir leid
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Hatte ebenfalls eine Senta, von kleinauf dauerkrank und trotzdem immer traumhaft schön, bissl gestört
, und geliebt.
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Ich fühle mit dir, mein Beileid. So schwer es auch fällt, der Tod ist Teil des Lebens. Erinnere und erfreue dich der Zeit, die ihr miteinander hattet
LG Alex
Liebe Senta, ich lasse Dir mal einen ganz großen Knochen da, damit du im Hundehimmel immer etwas zum knabbern hast.
Schau mal, ob du meine geliebte Senta dort findest. Eine Schäferhündin.
Alles Gute für Dich und für Dein Frauchen viel Kraft. Alles ist gut. Eure schöne Zeit wird euch immer verbunden sein lassen. Ganz gleich wie viele Sentas noch folgen werden.
Herzlichst.
Uwe
Tut mir echt leid. Das muss sehr schlimm sein, seine Gefährtin zu verlieren.
Ach mensch Julia das tut mir echt leid für dich, habe das im März mit meiner Katze Lissy mitgemacht, die insgesamt 7 Jahre bei mir war. Sie wird dir bestimmt noch eine Zeit lang fehlen, aber im Herzen wird sie immer bei dir sein. Ich weiß, dass das jetzt gerade in diesem Moment keine tröstenden Worte sind, aber glaub mir es wird besser mit der Zeit. Denke an dich
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Oh.
Tut mir auch echt leid.
Ich fühle mit Dir, kann es mir vorstellen. Es gibt auch keine Worte, die Dir/ Euch die Traurigkeit nehmen könnten. Trauerarbeit will geleistet werden.
Es gibt ein paar Infos über Tiere, ihr DaSein, wie sie Tod erleben, vom Wechsel auf die andere Seite usw.
Wenn Du soweit bist, dass Du mehr wissen möchtest, melde Dich herzlich gern, ich nehme mir gern Zeit für Senta und Dich und berichte von meinem Wissen.
Herzlich grüßt
Johanna- Merete mit den beiden Herren Katern Mikesch 8J, Richard 16J.
Es tut mir so leid, Julia! Ich wünsche dir Kraft für die nächsten Tage und lebendige Erinnerungen an Senta für immer…
Hallo Julia,
ich fühle mit dir. Auch ich durfte schon einige meiner geliebten Hausgenossen für immer verabschieden. Der Schmerz ist jedesmal gleich groß. Folgendes gedicht fand ich dann immer ganz tröstlich:
Die Regenbogenbrücke
Auf unserer Seite des Himmels gibt es einen Ort namens Regenbogen-Brücke. Wenn immer ein Tier stirbt, das uns sehr nahe stand, geht es zur Regenbogen-Brücke. Dahinter gibt es wunderbare Wiesen und Hügel für unsere Freunde, wo sie gemeinsam herumdüsen und spielen können. Es gibt genügend Futter, Wasser und Sonnenschein und unsere Freunde haben es dort warm und gemütlich.
Alle Tiere, die krank oder alt und gebrechlich waren, sind wieder genesen und voller Lebenskraft; jene, die verwundet oder verstümmelt waren, sind gesund und wieder hergestellt, so wie sie uns in unserer Erinnerung und unseren Träumen begegnen. Die Tiere dort sind glücklich und zufrieden, bis auf eine Sache: sie vermissen die Person, die ihnen besonders nahe stand und die sie zurücklassen mußten.
Sie laufen herum und spielen gemeinsam, bis der Tag kommt, da plötzlich ein Tier inne hält und in die Ferne blickt. Die Augen leuchten aufmerksam, der kleine angespannte Körper beginnt überall zu zittern. Plötzlich verläßt der Glückliche die Gruppe und fliegt über die grünen Wiesen, die kleinen Füßchen tragen ihn schneller und schneller. Er hat Dich entdeckt und wenn Du Deinen speziellen Freund schließlich triffst, werdet Ihr glücklich vereint und nie wieder getrennt werden.
Dein Gesicht wird von freudigen Küssen bedeckt, Deine Hände liebkosen wieder das geliebte Köpfchen und Du blickst in die treuen Augen Deines Tieres, das vor langer Zeit aus Deinem Leben entschwunden ist, aber niemals aus Deinem Herzen. Dann überquert Ihr gemeinsam die Regenbogen-Brücke …
Quelle: The Rainbow Bridge, aus The Rainbow Bridge by Paul C. Dahm, 1997 aus dem Englischen übersetzt von J. Belik
Mein Beileid.
Das tut mir wirklich leid!
http://www.golden-retriever-zwinger.de/html/die_regenbogenbrucke.html
Sorry,
das tut mir echt leid. Kann deinen Schmerz verstehen.
LG Oliver
Oh Mensch Julia…tut mir wirklich so leid! Wir haben auch vor kurzem unseren Hund verloren
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Auch von mir Beileid
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Ich Danke Euch allen für die lieben, tröstenden Worte. Der Verlust eines so geliebten Tieres ist wirklich nicht einfach. Ich hoffe, es fällt mir mit der Zeit einfacher, den Verlust zu ertragen. Wie heißt es doch so schön: Die Zeit heilt alle Wunden.
Liebe Grüße
Julia
Liebe Julia, mein herzlichstes Beileid für Dich und dass Du die Trauer gut überstehen kannst. Ich hab erst jetzt wieder Zeit, um die Blogs von Freunden und Bekannten zu lesen und dabei ist mir der Artikel von Dir aufgefallen.
Ich wünsche Dir außerdem viel Kraft und Lebenslust für die Zukunft. Hoffentlich hast Du auch tolle und schöne Fotos von Senta für Dich machen können – Fotos können viel Trauerarbeit leisten.
Alles Liebe und viel Erfolg weiterhin,
viele liebe Grüße,
Alex
Ich fühle mit Dir.