Du bist auf Einkaufstour oder auf dem Weg zum Arzt. Auf dem Weg dort hin entdeckst Du plötzlich eine außergewöhnliche Situation. Deine Kamera aber hast Du natürlich nicht dabei, warum solltest Du auch zum Einkaufen oder zum Arzt Deine Kamera mitnehmen? Doch gerade jetzt ärgerst Du dich ganz besonders darüber, sie nicht dabei zu haben, da Dir diese Situation wahrscheinlich nie wieder begegnen wird. Doch diesem Ärger kannst Du in Zukunft gezielt vorbeugen.

1. Nehme Deine Kamera mit
Nehme Deine Kamera überall, wo Du auch hingehst mit. Nun wirst Du vielleicht sagen “Die Kamera ist doch viel zu schwer und unhandlich, um sie überall mit hinzunehmen …”. Schnell findest Du tausend von Ausreden, warum Du deine Kamera nicht überall mitnimmst. Zugegeben, die Kamera ständig mit sich zu schläppen ist teilweise lästig, aber es lohnt sich! Ansonsten wirst Du dich jedesmal ärgern, wenn Du eine tolle Situation entdeckst, Deine Kamera aber nicht dabei hast.
Um nicht all zu schwer tragen zu müssen solltest Du nur Deine Kamera mit Deinem Lieblingsobjektiv (am Besten natürlich ein Weitwinkel oder Teleobjektiv, um für die meisten Situationen gerüstet zu sein) mitnehmen und auf das ganze andere Zubehör wie beispielsweise Stativ, Filter, etc.. verzichten. Packe Deine Kamera mit Objektiv am Besten in eine kleine Fototasche, um erst gar nicht verführt zu werden, noch mehr einzupacken.
2. Halte die Kamera immer griffbereit
Gut, nun habe ich Dich vielleicht davon überzeugt, Deine Kamera überall mit hinzunehmen. Vorbildlich und gut verstaut nimmst Du also Deine Kamera in Deiner Fototasche oder Deinem Fotorucksack mit. Nun entdeckst Du auch schon die erste, besondere Situation und möchtest diese selbstverständlich fotografieren. Also: Kameratasche auf, Kamera herausgeholt und eingeschaltet. Dann ein Blick zurück auf die Situation. Doch, wo ist die geblieben? So lange Du erst einmal Deine Kameratasche öffnest, Deine Kamera herausholst und einschaltest, ist das ganze Spektakell schon längst vorbei. Aus diesem Grund solltest Du deine Kamera immer griffbereit in der Hand halten oder sie um Deinen Hals hängen. In der Kameratasche ist Dein Equipment zwar gut verstaut und geschützt, doch dort bringt es Dir in einer tollen Situation überhaupt nichts und bis Du sie ausgepackt hast, ist es auch schon zu spät. Deshalb solltest Du deine Kamera immer Griffbereit halten und aufmerksam und mit offenen Augen durch die Welt gehen, um außergewöhnliche Situationen oder etwas ganz Besonders zu entdecken!
3. Verwende den Standby- Modus
Heute sind die meisten Kameras nach dem Einschalten zwar immer sehr schnell betriebsbereit, doch bei der Schnappschussfotografie zählt jede Sekunde, um eine entsprechende Situation einzufangen. Stelle deshalb an Deiner Kamera den Standby- Modus ein, damit Du sofort fotografieren kannst!
4. Schalte den Automatikfokus ein
Das Fokussieren auf ein bestimmtes Motiv kann je nach dem etwas Zeit beanspruchen. Da Du diese Zeit für einen Schnappschuss jedoch nicht hast, solltest Du an Deinem Objektiv den Autofokus (AF) einschalten.
5. Nütze die Serienbildfunktion
Um noch schneller mehrere Fotos hintereinander in einer Situation schießen zu können, solltest Du immer die Serienbildfunktion an Deiner Kamera aktiviert haben. Somit erhöht sich zwar der Ausschuss an Bildern, die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter den Aufnahmen jedoch ein gutes Bild befindet, erhöht sich.
6. Beherrsche die Kameraeinstellungen blind
Vor allem bei der Schnappschussfotografie solltest Du deine Kamera und die Kameraeinstellungen wie z.B. Blende, Verschlusszeit, etc.. blind beherrschen. Beginnst Du beim Betrachten der Situation erst noch zu grübeln, welche Einstellungen Du nun überhaupt vornehmen musst und wie Du diese einstellst, so ist es bereits zu spät. Den ISO- Wert kannst Du beispielweise schon vorab, entsprechend des vorhandenen Lichts einstellen. Für die Blende und Verschlusszeit kannst Du einen entsprechenden Wert einstellen, mit welchem Du immer gerne fotografierst (magst Du zum Beispiel die Unschärfe im Hintergrund, so genannte “Freistellermotive”, so stelle bereits vorab eine möglichst kleine Blendenzahl an Deiner Kamera ein). Bei einer tollen Situation musst Du nun nur noch zügig die Belichtungszeit oder ähnliches anpassen. Hierbei gilt, keine Zeit zu vergäuden und schnell zu reagieren!
Fazit
Bei der Schnappschussfotografie zählt: Deine Kamera immer griffbereit halten, ganz egal wo hin Du gehst (gut manchmal ist es einfach nicht möglich), mit offenen Augen durch die Welt gehen und so schnell wie möglich reagieren. Denke immer daran: Du hast nur einen sehr, sehr kürzen Moment, eine außergewöhnliche Situation zu fotografieren!
Julia Stern



So wie Du es hier beschreibst, nehme ich es mir immer wieder vor und ich habe auch wirklich verdammt oft meine Kamera dabei. Auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen usw. aber immer dann wenn ich wirklich ein Motiv entdecke, steht sie, aus welchen Gründen auch immer, zu Hause. Es ist eine verdammte Krux.
Serienbilder finde ich blöde, der Rest ist gut
. Aber Serienbildfunktionen führen dazu, dass man echt nur draufhält und danach das “perfekteste” Bild aussucht, statt spontan zu sein und auch dem Zufall im Bild eine Chance zu lassen, denn oft sind die unperfekten Motive die Besten.