die große Spiegelreflexkamera-Verlosung

Ich heiße Stefanie, bin 23 Jahre alt und studiere in Heidelberg Biologie, Englisch und Latein auf Lehramt. Mit dem Modeln fing ich vor etwa 1,5 Jahren an, als ich während meines einjährigen Auslandsaufenthaltes in London von einem Fotografen zu einem Shooting eingeladen wurde. Wieder zurück in Deutschland habe ich das Modeln zu meinem Hobby ausgeweitet und durfte bereits mit mehreren Fotografen zusammenarbeiten. Die Ergebnisse dieser Arbeiten findest Du auf meiner Internetseite. Heute möchte ich über meine Erfahrungen mit den verschiedensten Fotografen, die positiven wie auch die negativen schreiben.

Ein perfektes Shooting



Anhand des Shootings mit dem Fotografen Johannes Dachsel möchte ich Dir heute einmal darstellen, wie ein professionelles Shooting aus der Sicht eines Models aussehen sollte. Bereits im Vorfeld wurden mir die Vorstellungen und die groben Bildideen mitgeteilt und die Kleiderfrage geregelt. Weder dem Model noch dem Fotografen macht es nämlich Spaß mit zwei Koffern voll mit Kleidern auf einem Shooting zu erscheinen, um dann erst einmal aussortieren zu müssen. Diese Zeit kann man für wichtigere Dinge nutzen, besonders dann wenn die Benutzung der Location zeitlich begrenzt ist. Ich wurde von Johannes abgeholt und zur Location, einem Flugzeughangar gefahren, wo ich sofort geschminkt wurde.

Während des Shootings war Johannes in der Lage, mit wenigen Worten zu beschreiben, was er genau von mir wollte und machte kompliziertere Posen auch einmal selbst vor, um Missverständnisse zu vermeiden. Während er mit dem Fotografieren beschäftigt war, achtete eine Assistentin darauf, dass die Haare oder die Kleidung richtig lagen und zupfte sie gegebenenfalls dezent zurecht. In regelmäßigen Abständen wurden mir die Bilder auf dem Notebook präsentiert, damit ich bereits einen Eindruck von den Aufnahmen bekommen konnte. Während des Shootings herrschte eine sehr freundliche aber immer professionelle Atmosphäre. Ein paar Tage später erhielt ich eine CD mit den bearbeiteten Bildern und hatte noch die Möglichkeit mich gegen die Veröffentlichung einzelner Fotos auszusprechen.



Negative Erfahrungen

Trotz vieler positiver Erlebnisse gibt es leider auch den einen oder anderen Fotografen, der sich nicht an die festgelegte Anzahl bearbeiteter Bilder hält und dann die diversesten Ausreden bringt, warum er jetzt nicht in der Lage sei, weitere Bilder zu bearbeiteten. Weiterhin gibt es Fotografen, die sich nach einiger Zeit nicht mehr melden, weil sie bemerkt haben, dass man sich nicht für Aktaufnahmen in einem Hotelzimmer begeistern lässt. Lass Dich als Model von so etwas nie entmutigen. Ein seriöser Fotograf wird Dir stets klar machen, was er sucht und Rücksicht auf Deine Intimsphäre nehmen.

Außerdem kann es passieren, dass ein Fotograf während eines Shooting ungehalten wird, weil er für seine Bildvorstellung ein Kurzhaarmodel bräuchte, er Dich aber mit dem Wissen, dass Du lange Haare hast, gebucht hat.


Tipps für den Fotografen:

• Wenn Du genaue Bildvorstellungen hast, überlege Dir vorher wie Dein Model auszusehen hat, damit Du diese Ideen umsetzen kannst.

• Kontaktiere bereits im Vorfeld das Model, um ihr Deine Vorstellungen zu verdeutlichen und schicke ihr einen Vertrag.

• Gib dem Model klare Anweisungen und probiere wenn möglich, die vom Model verlangten Posen vorher aus. Anweisungen wie „Leg deine Stirn in Falten und jetzt reiß die Augen auf“ funktionieren rein physisch nicht. Es geht wirklich nicht!

• Berühre und bewege das Model so wenig wie möglich, sondern versuche mit Worten auszudrücken, was Du von dem Model möchtest.

• Sorge durch Musik und gute Laune für eine entspannte Atmosphäre.


Tipps für das Model:

• Arbeite niemals ohne Vertrag und lies ihn Dir vor dem Shooting gründlich durch.

• Gehe nicht unvorbereitet in ein Shooting, sondern habe immer ein paar Posen und Ideen im Hinterkopf.

• Bügle Deine Kleidung.

• Sei Du selbst und verstelle Dich nicht, so etwas wirkt immer künstlich und steif auf Bildern.

• Mache das, was der Fotograf Dir sagt. Nur er weiß, wie das Bild am Ende auszusehen hat.

• Achte auf Kleinigkeiten wie gepflegte Haut, Füße und Fingernägel.

• Komme ausgeschlafen und frisch zum Shooting.


Es ist einfach aus einem guten Shooting ein sehr gutes Shooting zu machen, wenn man auf ein paar Kleinigkeiten achtet. Ich hoffe, Dir hat der Artikel gefallen und ich würde mich über Dein Feedback freuen!


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5 Kommentare

Marcel SibilitzNo Gravatar

blog-news, stocker, gastautor, flickr and some other stuff…

Um die Woche mal wieder ausklingen zu lassen, kommen jetzt ein paar Links die ich diese Woche wirklich lesenswert fand und mit euch teilen will. So als kleine Überlegung bzw Anregung fürs Wochenende …
Julia sucht! Nein keinen Mann, sondern eine…

StefanNo Gravatar

Ein sehr informativer und gut geschriebener Artikel.
Einen Tipp für die Models hätte ich noch:
- Antworte möglichst zeitnah auf Anfragen, auch ein “Nein Danke, keine Interesse/Zeit” ist eine erlaubte Antwort. Keine Antwort ist die schlechteste Lösung.

Der Tipp gilt natürlich auch für Fotografen ;-).

Elizabeth R.No Gravatar

Eine kurze aber auch gleichzeitig umfangreiche Einleitung wie ein professionelles Foto-Shooting sein soll. Hat mir sehr gefallen.

Viel Glück für den Profifotograf und das sehr hübsche Model, hoffentlich arbeitet ihr bald wieder zusammen, damit man mehr davon sieht.

EnricoNo Gravatar

Interessanter Beitrag, als Hobby-Fotograf schön mal “von der anderen Seite” zu lesen!

Übrigens schöne Fotos!

MichaelNo Gravatar

Ha, ich wollte genau das selbe schreiben wie Stefan. Keine Antwort ist schlecht.
Ansonsten tolles Post mit sehr guten Anregungen.

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