die große Spiegelreflexkamera-Verlosung

PrincessesDies ist ein Gastartikel von Michael Wessel. Michael Wessel beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit der Fotografie und ist seit einem Jahr als freier Fotograf selbständig. Sein Schwerpunkt liegt auf der Porträt, Beauty, Akt, Fashion und Wedding- Fotografie. Michael Wessels Arbeiten findest Du unter der Fotomanufaktur Wessel.

Neben meiner Tätigkeit als Hochzeitsfotograf haben eine Freundin und ich zusammen eine Aktion namens “Be a Princess…” ins Leben gerufen. Bei diesem Event bekommt man ein typgerechtes Make- Up, wird gestyled und bekommt ein Portrait Shooting inklusive Beautyretusche. Diese Aktion möchte ich Dir heute vorstellen.


Ich möchte jetzt mal einen kleinen Einblick bzw. ein paar Tipps geben wie man auch zuhause ein Beauty- Porträt- Shooting veranstalten kann, was vielleicht dann auch wiederum ein schönes Weihnachtsgeschenk sein kann.


Princess


Der Aufbau und das Equipment

Das Ganze ist kein Hexenwerk. Ich nutze in der Regel meine 85mm/1.8 Festbrennweite. Bei der Blendenauswahl bin ich nicht ganz so offen und nehme eine Blende um die 6.3. Hier kann man auch durchaus sein Kit- Objektiv nehmen, was nicht so Lichtstark ist und auch nicht so teuer. Als Lichtformer nehme ich einen Beauty- Dish, den ich für Porträts einfach großartig finde. Wer noch keinen Beauty-Dish gesehen oder damit gearbeitet hat. Es handelt sich quasi um eine große Schüssel mit einer Abdeckung vor der Lichtquelle.

 

Beauty- Dish

 

Das Licht ist dann fast so als ob sich Wolken vor die Sonne geschoben haben. Wer keinen Studioblitz zuhause hat, kann auch den günstigeren Strobist- Ansatz verfolgen. Es gibt auch einige nette Bastelansätze für einen Beauty- Dish zum selber bauen. Meinen Studioblitz zünde ich dann über einen Funkauslöser, wobei es auch ein normales Synchronkabel tun würde.


Ein Setup sieht dann so aus.


Setup


Mit einem Reflektor helle ich dann die eine Seite noch etwas auf. Als Hintergrund nutze ich einen faltbaren Hintergrund, die es auch schon recht preiswert gibt. Der Vorteil dabei ist, dass dieser gespannt ist, es gibt also keine Falten, wie bei einem Molton- Stoff und er ist transportabel. Ich muss also für ein Portrait nicht unbedingt eine Rolle Papier- Hintergrund mitschleppen, nebst Stative, sondern kann den Hintergrund wie ein Reflektor wieder zusammen falten. Im Gegensatz zur Hochzeitsfotografie, wo ich mich auf die Automatik beim Weißabgleich verlasse, mache ich hier (wie auch im Studio) einen manuellen Weißabgleich. Soviel zur technischen Seite.


Malkasten

Die Kundin wird nun geschminkt und gestyled. Das Make- Up ist allerdings Fotogerecht und fällt ein wenig “intensiver” aus als ein normales Make- Up. Das sieht man auch sofort auf dem Foto. Es ist einfach auch ein großer Unterschied ob ein professioneller Make- Up- Artist das macht oder jemand selbst. Wer jetzt Zuhause sowas machen will, kann auch beim nächsten Friseur (oder wer in der Nähe ist, bei Yvonne und Ihrem Team) nachfragen. Das kostet nicht so viel und lohnt sich auf jedem Fall für ein tolles Porträt- Shooting.

 

Beauty


Bitte Lächeln

Beim Shooting selbst haben wir die Schwierigkeit, dass wir nicht so viel Zeit haben. Viele Frauen sind auch nervös und stehen vielleicht das erste Mal vor der Kamera. Hier ist es ganz wichtig, dass man sehr selbstsicher auftritt. Man darf nicht stundenlang mit seiner Kamera rumspielen und was in den Bart murmeln. Bei unseren Shootings steht auch immer eine der Visagisten mit dabei um z.B. die Haare zu korrigieren oder die Haut noch etwas abzupudern. Weiterhin sind genaue Anweisungen sehr wichtig. Ihr müsst mit euren Models sprechen, bis Sie quasi die Kamera vergessen. Bei den Posen immer darauf achten, dass Körperspannung vorhanden ist, auch wenn es sich nur um ein Porträt handelt. Die Frauen müssen sich gut fühlen dabei und das spiegelt sich dann auch in den Bildern wieder. Probiert es einfach mal aus. Macht einfach ein paar Fotos mehr und drückt auch ab wenn euer Model es nicht erwartet. Ihr werdet überrascht sein was für tolle Porträts dabei raus kommen können.


Bite

 

Fangt auch an zu variieren, nehmt z.B. einen Hut dazu, einen Schal usw. Einfach mal rumspielen, es lohnt sich. Hier haben wir auch einfach mal aus Spaß etwas anderes ausprobiert und auch wenn es unkonventionell ist, hat es sich durchaus gelohnt. Dies ist im Übrigen kein Portrait einer Kundin.


Malkasten reloaded

Nach dem Shooting geht es an die Nachbearbeitung. Hier mache ich eigentlich nicht so viel. Die Fotos werden aussortiert, dann gibt es eine kleine Tonwert- Korrektur und ab geht es rüber zu Photoshop wo ich mit der Beauty-Retusche anfange.

Hierbei ist es unglaublich wichtig nicht zu übertreiben. Weniger ist manchmal einfach mehr. Erst helle ich mit dem Abwedler die Augen etwas auf um dann mit dem Nachbelichter die Pupille etwas kräftiger aussehen zu lassen. Ich entferne mit dem Reparatur- Pinsel Hautunreinheiten und helle mit dem Kopierpinsel zum Beispiel Augenränder auf. Zum Schluss wird die Haut noch etwas “abgepudert” und das war es auch schon.

Wie ich schon sagte, weniger ist einfach mehr. Es darf nicht zu künstlich aussehen und es muss einfach passen. Es nutzt nichts, wenn beispielsweise eine 50 Jährige Dame eine Haut hat wie ein 5 jähriges Baby. Kleiner Tipp noch: Für jeden Arbeitsschritt erstelle ich eine neue Ebene. So hat man die volle Kontrolle über seine Retusche und kann auch im nach hinein noch etwas variieren, zum Beispiel durch verstellen der Deckkraft der einzelnen Ebene.

Nach der Retusche erstelle ich in Lightroom noch virtuelle Kopien um dann noch verschiedene Versionen wie beispielsweise eine schwarz/weiß-Variante zu haben. Auch hier kann ich nur empfehlen mal mit den Tonwerten zu spielen. Ein Schwarz/ Weiß- Foto was beispielsweise ein wenig überstrahlt ist, kann auch reizvoll sein. Also keine Scheu auch mal was anderes auszuprobieren.


Woman

 


An die Wand

Nach einemExport stehen die Bilder dann digital zur Verfügung und können dann z.B. auf Leinwand, Alu usw. entwickelt werden. Die Möglichkeiten hier sind wirklich vielfältig und auch nicht so teuer. Hat man sauber gearbeitet, ist ein Porträt in einer anständigen Größe durchaus eindrucksvoll und ein echter Hingucker.


Ich hoffe ich konnte einen kleinen Überblick geben sich auch mal an Beauty- Porträts zu trauen und vielleicht mal ein kleines Shooting an Weihnachten zu verschenken. Hast Du noch Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns auch über jedes Feedback. Ansonsten findest Du weitere Infos zu unserer Be a Princess…- Aktion auf unserer Homepage www.be-a-princess.de.

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4 Kommentare

Katharina BöhmeNo Gravatar

Ich habe mir mal die Fotos auf der Webseite angesehen. Tolle Bilder! Schade nur, dass es so wenig Vorher- Nachher Bilder gibt. Aber die zwei, die es gibt, sind schon aussagekräftig. Bei euch wird wirklich jede zur Prinzessin!

zzippNo Gravatar

“Nicht so teuer”. Leinwand? Nicht so teuer? Haha.. witzig. Wenn ich eine Leinwand haben möchte sollte ich auch relativ groß sein, und das ist alles andere als billig.

Gruß Dennis

Michael WeßelNo Gravatar

Hallo Dennis,
schau dir mal http://www.hellocanvas.de an. Die sind sehr preiswert und von der Qualität auch echt gut.

Hallo Katharina,
vielen Dank. Das hören wir gerne.

LG Micha

JohannesNo Gravatar

Schöne Aktion (auch wenn die Idee nicht neu ist, macht Guido Karp schon seit etlichen Jahren), zeigt auch, dass man kein professionelles Model sein muss, um gut auszusehen.
Ich bin auch ein Fan sehr einfacher Lichtsetzung, aber für Beauty- Shots darf es dann doch gern ein bisschen mehr sein finde ich. Ist aber letzten Endes Geschmackssache. Trotzdem: Schöner Artikel!

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